Evang. Kirchgemeinde Sax - Frümsen

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Geschichtliches

 

Anno 946 treffen wir die Kirche zu Grabs und Gams hoheitlich ausgestattet mit Grundeigentum, Zehnten, Zinsen und Brunneg. Die Kirche zu Sax schon sehr alt; schon im Jahre 1290 kommt sie in Schriften vor.

Ausweise über hoheitliche Beteiligung liegen keine vor, sodass angenommen wird, dass die Kirche gemeinschaftlich durch die Gemeinden Sax und Frümsen erbaut wurde, welche Grundeigentum hiefür abtraten und dass Private beider Gemeinden freiwillig den Unterhalt der Kirche und des Gottesdienstes, sowie die Zehntenpflicht übernahmen.  Brennholz zu Koch­ und Heizzwecken für den jeweils amtierenden Pfarrer wurden zu 2/3 von Sax und 1/3 von Frümsen geliefert.

Der älteste Teil der Kirche ist der Glockenturm.  Vielleicht wurde er gebaut, als um 613 der heilige Gallus den Diakon Johannes in Grabs besuchte.

Jedenfalls hat man im Kirchhof römische Münzen gefunden.  Die Schiess­Scharten und anderes lassen auch vermuten, dass der Turm ursprünglich als Wehrturm gedient hat.  Als erstes wurde zum Turm das gotische Chor, das wohl ursprünglich eine Kapelle war und später das Barockschiff hinzugebaut.

 

Die drei Glocken tragen die Jahreszahlen 1514, 1520 und 1576, letztere (1576) stiftete der Freiherr Ulrich Philipp.

Die Collatur gehörte den Freiherren von Hohensax.  Sax war ursprünglich gesetzpflichtig zur Kirche Gams.  Die  Reformation an, musste jedoch 1531 zur alten Lehre zurückkehren.  Anno 1564 wurde ungefähr die Hälfte der Bevölkerung wieder reformiert, Gemeinde und Kirche waren paritätisch bis 1595, von da an ganz evangelisch.  Wie der Freiherr seinen Glauben änderte, so auch seine Untertanen.

1763 erleichterte die Beihilfe der Stadt Zürich den Saxern die Wiederherstellung des Pfarrhauses, unter Führung von Pfarrer Wyss 1753 - 1798.  Die Pflichten und Rechte der Saxer und Frümsner, ja sogar bis 1863 ihre Sitze in der Kirche waren genau abgeteilt.

Innenrenovation der Kirche in 3 Etappen (1949, 1966, 1971).

Im Jahre 1955 konnte die Anno 1718 erbaute Orgel erworben werden (gestiftet vom Landeshauptmann von Salis, an die Kirchgemeinde Grüsch im Prättigau).  Diese wurde im Jahr 1979 in ihren alten Zustand restauriert. - Bis 1961 wurde mit Seilzug geläutet, dann wurde das Geläute elektrifiziert. 

1979 Bau einer Leichenaufbahrungshalle.  Bis zu jener Zeit waren die sogenannten Leichenzüge bei Beerdigungen durch die Dörfer Sax und Frümsen anzutreffen.

altes Pfarrhaus 1982 wurde der Bau eines neuen Pfarrhauses mit Kirchgemeinderäumen beschlossen.

Unsere Kirchgemeinde umfasst die Evangelischen der beiden Orte Sax und Frümsen.

Seit Ende 1999 gehört der Gamser Gemeindeteil nicht mehr zu Sax­Frümsen, sondern zu Grabs.

 

 

 

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